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Das Muskelmonitoring dient dazu, Dysbalancen im "System Mensch" zu finden und mögliche Lösungswege aufzuzeigen. Da sich das Muskelmonitoring den Umstand zunutze macht, daß jedes Ungleichgewicht alle körpereigenen Systeme beeinflußt, kann für das Monitoring prinzipiell jeder Muskel verwendet werden. Es ist aber so, daß es bestimmte Funktionskreise, bestehend aus Muskeln, Akupunkturmeridianen, Emotionen und zugehörigen Reflexpunkten, gibt, die besonders innig zusammenarbeiten. Richtet sich unsere Frage also primär an einen bestimmten Funktionskreis, wird man für den Test sinnvollerweise den (die) zugehörigen Indikatormuskel(n) verwenden. Warum holen wir uns die Antworten über das Muskelmonitoring? Die wichtigsten Gründe: Das Muskelmonitoring erlaubt uns den Zugang zu beiden Gehirnhemisphären. Sprache ist dagegen weitestgehend linkshirnorientiert (Sitz der Sprachzentren und der Logik). Durch die Aktivität der Muskeln während des Testvorganges binden wir beide Gehirnhälften in die Antwort ein. Ein großer Teil der Verarbeitungsprozesse im Gehirn läuft unterbewußt ab. Muskeln werden ebenfalls hauptsächlich von unterbewußten Gehirnzentren angesteuert. Durch diese Verknüpfung ergibt sich ein sehr enger Zusammenhang zwischen den Verarbeitungsprozessen und der Muskelreaktion. Manche Informationen können auf den üblichen Wegen nicht oder nur relativ kompliziert ermittelt werden, denken Sie hier beispielsweise an den Zustand bestimmter Meridiane oder anderer Körpersysteme. Muskelmonitoring kann mehr, als nur über bestimmte Körpersysteme Auskunft zu geben. Es kann durchaus als eine Form der Kommunikation gesehen werden, welche es uns ermöglicht, Antworten zu bekommen, welche nicht durch unseren bewußten Verstand zensuriert sind. Dabei gibt es bezüglich des Fragengehaltes (zumindest theoretisch) keine Beschränkungen. Die Durchführung des Muskelmonitorings selbst ist einfach: Die zu testende Person bringt den Muskel in die Ausgangsposition, die ihr vom Tester gezeigt wird. Der Tester führt - bei entspanntem Indikatormuskel - die Testbewegung durch. Dies wenn notwendig auch mehrmals, bis die Testperson es ohne Widerstand entlang der gesamten Bewegungsstrecke geschehen läßt. Der Muskel wird wieder in die Ausgangsstellung gebracht. Der Tester gibt die Anweisung „halten”. Dann übt er ganz langsam ansteigenden Druck auf den Muskel aus. Ist das Testergebnis nicht eindeutig, so ist das Monitoring zu wiederholen. Ein schwacher Muskel wird durch mehrmaliges Monitoren schwächer, ein starker stärker. Obwohl wir beim Muskelmonitoring immer von „Stärke” und „Schwäche” reden, sei hier sehr deutlich festgehalten: Das Muskelmonitoring ist kein Duell! (Nach dem Motto „Ich gewinne - Du verlierst”). „Stärke” im Sinne der Kinesiologie bedeutet eher ein „Ja, ich kann das ganz selbstverständlich und mit Bestimmtheit vertreten”. Dem entsprechend äußert sich diese Stärke beim Monitoring auch als eine spürbare Selbstverständlichkeit des „Halten könnens”. „Schwäche” äußert sich analog dazu in allen Erscheinungsbildern der Unsicherheit, die da sein können:
Da das Muskelmonitoring, wie bereits gesagt, nicht primär die physische Stärke eines Muskels abfragt, sondern vielmehr anzeigt, ob der Mensch „unter Streß” steht, kann vermittels dieser Technik der Körper praktisch zu jedem Thema befragt werden. Die Fragen können sowohl verbal als auch nonverbal, etwa durch das Berühren von Testpunkten, gestellt werden. Wir alle wissen, daß beispielsweise eine negative emotionale Reaktion die Muskeln negativ beeinflußt - denken Sie nur an die berühmten weichen Knie. Nicht immer ist die Reaktion so dramatisch, es ist aber eine Tatsache, daß jedes negative Erlebnis, selbst die Erinnerung daran, unsere Muskulatur schwächt. Es muß sich keineswegs um ein bewußtes Erinnern handeln! Je nach Art der gesuchten Information verwenden wir eine ganze Reihe verschiedener Muskeln (In Touch for Health sind es 42). Die meisten davon werden jedoch nur angewendet, wenn es um das Balancieren von Funktionskreisen geht. Für die allgemeine Arbeit verwenden wir im Wesentlichen nur einige davon, relativ häufig den Deltoideus anterior. Dafür wird der Arm mit nach unten weisender Handfläche in einem Winkel von etwa 45º gerade nach vorne ausgestreckt. Druck wird auf die ventrale Seite des Unterarms knapp oberhalb des Handgelenkes ausgeübt, um den Arm nach unten zu drücken. |